Verlegung Massivholzdielen

Vorraussetzungen und Verlegung

Massivholzdielen – Voraussetzungen und Tipps zur Verlegung

Große Auswahl, zeitlose Schönheit – so bleibt Ihr Holzboden dauerhaft ein Blickfang.

Unsere Auswahl an Massivholzdielen in unterschiedlichen Holzarten, Sortierungen und Formaten bietet für jeden Wohnbereich und jeden Wohnstil das Passende. Die natürlichen Strukturen und warmen Farbtöne verleihen jedem Raum eine unverwechselbare Ausstrahlung – von klassisch-elegant bis modern-puristisch.

Damit Sie lange Freude an Ihrem neuen Boden haben, gibt es einige Punkte zu beachten: von der richtigen Wahl der Dielen über die fachgerechte Verlegung bis hin zur passenden Pflege. Mit dem richtigen Wissen bleibt die Schönheit und Wertigkeit von Massivholz über Jahrzehnte hinweg erhalten – und Ihr Zuhause gewinnt an Beständigkeit und Charakter.

Allgemeine Hinweise

Es muss nicht immer ein Altbau sein. Heutzutage lassen sich Osmo Massivholzdielen mit dem richtigen Zubehör auf nahezu jedem Untergrund verlegen. Dabei ist es egal, ob es sich um die Sanierung eines Altbaus ohne Estrich, die Renovierung eines Hauses mit Estrich oder die Ausstattung eines Neubaus handelt. 

Massivholzdielen sind nicht gleich Massivholzdielen. Vor dem Kauf sollten Sie prüfen, welcher Boden am besten zu Ihnen passt. Neben der Holzart und den damit verbundenen technischen Eigenschaften sowie Ihren optischen Ansprüchen spielt insbesondere die Oberflächenveredelung eine wichtige Rolle. Bei Osmo haben Sie die Wahl zwischen der Original Osmo Hartwachs-Öl Oberfläche oder unbehandelter Ware, die bauseitig veredelt wird. 

Der Einsatz von Massivholzdielen in Wintergärten sollte vermieden werden. Ausnahmen sind Wintergärten, in denen ganzjährig ein angemessenes Klima eingehalten werden kann. Auch in Feuchträumen sind einige Punkte zu beachten. 
 

Massivholzdielen Fichte Wohnen

Raumklima

Das richtige Wohnklima für den Werkstoff Holz und das eigene Wohlbefinden liegt zwischen 50 % und 65 % relativer Luftfeuchte, bei einer Raumtemperatur von etwa 20 °C. Holz ist ein hygroskopisches Material, d. h. es kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Einerseits kann sich diese Tatsache klimaregulierend auswirken, andererseits kann sie aber auch den Nachteil mit sich bringen, dass das Material bei Feuchtigkeitsaufnahme, also zu hoher Luftfeuchtigkeit, größer wird bzw. bei Feuchtigkeitsabgabe oder zu warmem und trockenem Klima kleiner wird. 

Insbesondere während der Heizperiode, wenn die Raumluftfeuchte oft viel zu niedrig ist, kann es durch den natürlichen Schwund des Materials zur Fugenbildung kommen. Ein Kaminofen kann diesen Effekt zusätzlich verstärken. Um einer großen Fugenbildung entgegenzuwirken, sollten ggf. Raumluftbefeuchter aufgestellt werden. 

Umgekehrt, wenn es zu feucht ist, kann es bei nicht ausreichendem Wandabstand bzw. bei fehlenden Dehnungsfugen zu Aufwölbungen in der Fläche kommen. 
 

Verlegung Massivholzdielen

Veränderungen im Farbton durch Lichteinfall

Durch das Tageslicht werden im Holz chemische Reaktionen ausgelöst, die eine Farbveränderung bewirken. Die Veränderung des Farbtons geschieht lediglich an der Oberfläche des Holzes. Die meisten Hölzer dunkeln im Verlauf der Zeit nach, helle Hölzer tendieren dazu, gelblich zu werden.

Die Gesamtoptik des Bodens wird durch die Farbveränderung gleichmäßiger und ausgeglichener. Leichte Farbdifferenzen werden somit auf Dauer automatisch egalisiert.

Massivholzdielen Eiche Lichteinfall

Verlegung von Osmo Massivholzdielen auf Fussbodenheizung

Es gibt verschiedene Faktoren, die dafür verantwortlich sind, ob eine Holzart für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet ist. Osmo gibt für die Verlegung einige Massivholzdielen in Kiefer und Eiche frei.

Die Osmo-Freigabe für die vollflächige Verklebung von Massivholzdielen auf Fußbodenheizung gilt nur für Warmwasser-Fußbodenheizungen, bei denen sich die Heizschlangen unterhalb des Estrichs befinden. Elektrische Heizsysteme sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Generell gilt: Leichte und nervöse Hölzer oder zu große Dimensionen sind für eine Verlegung auf einer Fußbodenheizung nicht geeignet. Erlaubt ist, Holzarten abhängig, eine Verwendung von Dielen in den Stärken 15 mm bis 20 mm. Daneben sollte der Gesamtaufbau (Holz/Kleber) einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m² K/W nicht überschreiten.  Weitere Hinweise finden Sie hier: Technisches Merkblatt Fußbodenheizung

Fussbodenheizung

Verlegung von Osmo Massivholzdielen in Feuchträumen

Es gibt verschiedene Faktoren, die dafür verantwortlich sind, ob eine Holzart für die Verlegung in Feuchträumen geeignet ist. Osmo gibt für die Verlegung einige Massivholzdielen in der Eiche Natur Sortierung frei.

Generell gilt jedoch: Nervöse Hölzer sind für eine Verlegung in Feuchträumen nicht geeignet. Als Verlegeart ist ausschließlich die vollflächige Verklebung mit einem geeigneten Kleber freigegeben.

Weitere Hinweise finden Sie hier: Technisches Merkblatt Feuchträume 

Verlegung Massivholzdielen

Untergründe & Verlegearten

Schwimmende Estriche (nass eingebracht)

Auf Estrichen empfiehlt sich die feste Verklebung der Massivholzdielen auf dem Untergrund mit einem geeigneten und zugelassenen Klebstoffsystem. Vorteile sind der verringerte Raumschall, geringe Aufbauhöhe, weniger Fugenbildung und ein besserer Wärmedurchlass. Die elastischen Kleber sorgen dafür, dass das vollflächig verklebte Holz arbeiten kann.

Trockenestriche

Auf Trockenestrichen lassen sich Massivholzdielen mit geeigneten Klebstoffsystemen fest Verkleben. Osmo empfiehlt in diesem Fall jedoch die schwimmende Verklebung. Vorteile sind eine einfachere und kostengünstige Installation, ein verringerter Trittschall und die geringe Aufbauhöhe. Eine selbstklebende Dämmmatte sorgt dabei für einen Verbund der Dielen, auch ohne Fixierung am Untergrund

OSB- oder Verlegeplatten

Auf ebenen Holzuntergründen wie OSB- oder Verlege-Spanplatten können verschiedene Verlegevarianten eingesetzt werden. Es sind sowohl die feste Verklebung, die schwimmende Verklebung oder eine Verschraubung möglich. Abhängig von den gewünschten Eigenschaften, z.B. Reduzierung des Raum- oder Trittschalls, ist die ein oder andere Variante auszuwählen. Die Verschraubung der Massivholzdielen mit dem Untergrund stellt dabei die einfachste und günstigste Verlegevariante dar.

Alte Holzdielen

In vielen älteren Bauten stellen noch immer einfache Holzdielen den Untergrund dar. Auch auf diesem Untergrund lassen sich mit einigen Vorarbeiten neue Massivholzdielen verlegen, so dass auf einen Austausch der alten Dielen verzichtet werden kann.  In diesem Fall eignet sich die Verschraubung der neuen Dielen mit dem Untergrund am meisten.   Es ist darauf zu achten, dass die neuen Dielen quer zu den Alten verlegt werden.                 

Betonplatten mit technischen Installationen

In vielen Fällen sind auf Betonplatten Heizungsrohre und elektrische Leitungen verlegt, die dann durch schwimmende Estriche oder Trockenestriche überdeckt werden. Alternativ dazu lassen sich hier auch trockene Aufbauten mit Balkenlagen oder in Kreuzlattungen herstellen. Auf diese Holzunterkonstruktionen werden die Massivholzdielen dann direkt verschraubt.

Asphalt Estriche

Auf Asphalt Estrichen lassen sich Massivholzdielen mit geeigneten Klebstoffsystemen fest verkleben oder schwimmend verkleben. Die Entscheidung für die Verlegevariante ist in diesem Fall wieder Abhängig von den gewünschten Eigenschaften der Massivholzdielen im Raum.